Wohnmobiltour Bayerischer Wald

Von Regensburg bis Passau

Mit dem Wohnmobil durch den Bayerischen Wald - von Regensburg nach Passau

Unser zweiwöchiger Urlaub im Bayerischen Wald beginnt mit einem erholsamen Wochenende an der Wied im Westerwald. Mit Freunden verbringen wir hier noch das Wochenende mit Wanderungen durch die schönen Wälder entlang der Wied bevor wir uns aufmachen in den Woid wie ihn die Einheimischen - oder besser die Woidler - ihn nennen.

Durch zunächst wird es gar nicht so rau und wild wie der Bayerische Wald gerne geschildert wird, denn wir beginnen unsere Tour in Regensburg. Gute 4 Stunden brauchen wir von der A3 Rasthof Fernthal bis nach Regensburg. Das ist deutlich weniger als ich gedacht habe, für mich lag der Bayerische Wald immer unendlich weit weg.

 

Walhalla, ein zur kurzer Waldwipfelweg und ein See im nirgendwo.

Am Morgen packen wir ein, unsere Tour mit den Wohnmobil durch den Bayerischen Wald startet. Doch noch nicht so ganz, zunächst geht es zu Deutschlands Ruhmeshalle - die Walhalla. Hoch über der Donau wurde unweit von Regensburg im antiken griechischem Stil 1830 von König Ludwig I. von Bayern die Walhalla gebaut. 130 Büsten deutscher Persönlichkeiten stehen in dem eindrucksvollem Gebäude, der letzte Zugang deutschsprachiger Persönlichkeiten waren Heinrich Heine und Sophie Scholl. Wer in die Walhalla aufgenommen werden soll kann übrigens jeder vorschlagen, die Entscheidung trifft alle paar Jahre die Bayrische Staatsregierung.

Vom Großparkplatz sind es nur ein paar Stufen hoch und steht vor dem wahrlich eindrucksvollem Gebäude. Der Eintritt in die Halle kostet 4 Euro, die sind es aber allemal wert und die tolle Aussicht über das Donautal gibt es gratis dazu.

 

Nach dem kurzen Abstecher fahren wir Richtung Osten in den Bayerischen Wald ins Höllenbachtal bei Postfelden. Das Naturschutzgebiet liegt rund 2 Kilometer von Rettenbach entfernt. Vom Wanderparkplatz laufen wir eine rund 7 Kilometer lange Tour durch das Tal und rund um den kleinen Stausee. Der Bachlauf ist recht hübsch, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Unser Hund freut sich über Wald und Wasser, am frühen Nachmittag sind wir am Parkplatz zurück.

Unser Wohnmobil Tour durch den Bayerischen Wald geht weiter zum Baumwipfelweg nach Maibrunn. Der Aussichtsturm am Wipfelpfad ist noch im Bau und soll im Herbst fertig gestellt werden. Der Wipfelpfad ist der Einzige den ich kenne auf dem Hunde erlaubt sind. Wir laufen den recht kurzen Weg, die Aussicht reicht weit ins Donautal.

Den Abend und die Nacht verbringen wir an einem kleinem See in der Nähe.

 

 

Die Anlage ist verschlossen, aber auf dem Aussichtsturm wären wir den Wolken auch nur ein Stück näher gewesen, die Sicht ins Tal ist gleich null. Entlang der autofreien Straße laufen wir wieder zurück, der Himmel klart langsam auf.

Wir fahren nach Bad Kötzing und machen halt an der Wolframlinde. Der Baum ist über 800 Jahre alt und zählt zu den ältesten in Deutschland. Ein weiterer Zwischenstop führt zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Weißenregen. Die kleine opulent barocke Kirche stammt von 1765 und steht weit sichtbar auf einem Hügel. Im Biergarten nebenan testen wir den bayrischen Wurstsalat der nicht ganz unseren rheinischen Geschmack trifft.

Für die Nacht bleiben wir mit auf dem Stellplatz des Freizeitbades in Bad Kötzing und liegen am Abend entspannt in der Saunalandschaft des Schwimmbads.

Der Abstieg verläuft dann gemächlicher ins Tal, sobald wir die Gipfelregion hinter uns gelassen haben lässt der Wind nach und die Sonne wärmt uns wieder auf. Rund 11 Kilometer ist der Rundweg, am Gipfel trifft man ein paar Menschen, sonst sind wir im Wald alleine unterwegs.

Nach der Tour fahren wir vorbei am Arber nach Bodenmais. Der Stellplatz dort ist uns aber viel zu eng uns zu voll. Wir tanken Wasser nach und suchen uns für die Nacht einen ruhigen Wanderparkplatz ausserhalb des Naturschutzgebietes.

 

 

Nationalparkzentrum Lusen
Großparkplätze am Nationalparkzentrum mit Parkplatzleitsystem deuten darauf hin wie beliebt das Fleckchen ist. Aber kein Wunder, neben dem Baumwipfelpfad, dem Nationalparkzentrum mit kostenloser Ausstellung ist hier auch ein Tierfreigehege (kostenlos) in dem viele Familien Nationalparkluft schnuppern. Jetzt am Nachmittag ist es schon recht leer, aber noch Zeit genug um über den Baumwipfelpfad zu wandeln.

Am nächsten morgen ist der Sommer fast ein wenig vorbei. Nebel zieht durch die Wälder und es ist deutlich kühler geworden. Wir wandern eine größere Tour durch den Nationalpark. Gegenüber vom Campingplatz ist der Wanderparkplatz Wistlberg. Von hier geht es über ehemalige alte Klause entlang des Reschbachs zur Reschbachklause. Der alte Stausee wurde früher einmal dazu genutzt genügend Wasser in den Bach abzuleiten, um das Holz ins Tal flößen zu können. Wir laufen weiter zum 1263 Meter hohen Siebensteinkopf. Eine kurze Rast am Gipfel, dann führt uns der Weg zur Autostraße nach Tschechien auf der nur der Wanderbus fahren darf. Die Landschaft ist wirklich schön, unberührte Wälder und schmale Pfade. Über das Moor geht es nach gut 10 Kilometern zurück zum Campingplatz.

 

Heute ist unser letzter Urlaubstag. Recht früh fahren wir auf dem Stellplatz in Kelheim los zum Kloster Weltenburg. Im riesigen Biergarten ist noch nichts los, wir sind die ersten Gäste. In der barocken Kirche ist das fotografieren leider verboten. Wir laufen noch ein Stück zum Schiffsanleger, vom Donaudurchbruch sieht man hier leider recht wenig.

Bevor wir auf der Autobahn die Heimreise fortsetzten, machen wir noch einen kurzen Stop im nahen Abensberg. Hier steht eins der verrückten Hundertwasser Häuser. Leider kommt man nur in das Haus mit einer einstündigen Brauerei Führung, soviel Zeit haben wir nicht. Eine letzte Stärkung im Biergarten mit Brotzeitteller und bayrischen Brezeln, dann verschwinden wir schon auf die A3 Richtung Norden.

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