Der Edersee liegt südwestlich von Kassel und zählt zu den größten Stauseen Deutschlands. Im Süden grenzt der bereits 1914 gebauten Stausee an den heutigen Nationalpark Kellerwald-Edersee. Hauptzweck ist die Wasserversorgung des Mittellandkanals, die über ein Pumpwerk aus der Weser geregelt wird - über den Seeabfluss "Eder" - die in die Weser mündet - kann so in den Sommermonaten die Wassermenge des Kanals regelt werden. Bereits die Einweihung des Stausees 1914 durch Kaiser Wilhelms II. stand durch den Beginn des ersten Weltkrieges unter keinem guten Stern. Im zweiten Weltkrieg wurde 1943 die 48 m hohe Staumauer durch Luftangriffe schwer beschädigt und nach dem Krieg wieder aufgebaut und mehrfach abgedichtet.

Heute ist die Region ein beliebtes Ferienziel - Hügel des Mittelgebirges und dichte Waldgebiete umrahmen das Gewässer und machen den Edersee und den angrenzenden Kellerwald für Wanderer und Wassersportler attraktiv. Der Urwaldsteig Edersee führt mit einer Länge von 68 km einmal um den ganzen See, und der gleichlange Ederseeradweg ist heute mit E-Bikes fast zu einer Tagesetappe geworden.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt mit seinen knapp 60 km2 südlich des Stausees und seit 2011 ist das Gebiet des Buchenwaldes Teil der UNESCO-Weltnaturerbestätte Buchenwälder. Der Nationalpark ist Teil des größeren Naturparks Kellerwald Edersee [1]. An manchen Stellen wächst dort die europaweit seltene Pfingstnelke (siehe Tour Rund um den Bloßenberg). In trockenen Spätsommern fällt der Pegel des Stausees auf seinen Niedrigstand, so dass große Teile trocken liegen und teilweise die Ruinen alter Dörfer und Wege wieder aus den Fluten emporsteigen. Der Baumwipfelpfad "TreeTropWalk" im Norden des Sees beim Waldeck/Hemfurth bietet die einmalige Gelegenheit die Region von oben zu erkunden.