Der Spessart und der Odenwald werden durch den Main getrennt, etwa auf der Linie von Frankfurt/Hanau bis Wertheim, wobei der Main den Spessart bis auf die Höhe von Gemünden begleitet. Beide Gebiete haben eine großflächige Bewaldung mit Höhenzügen bis knapp über 600 Metern. Odenwald, Büdinger Wald, Südrhön und Spessart sind ähnliche Natur-Landschaften und bilden zusammen eine naturräumliche Großregion.

Geologisch fußt die Region meist auf Buntsandstein der weiter südlich in den kristallinen Odenwald übergeht. Das Gebiet wird heute von idyllischen Flusstälern geprägt - malerische Orte entlang des Mains laden zum Verweilen ein - Burgen und Ruinen auf den Höhenzügen sind lohnenswerte Wanderziele die mit eindrucksvollen Aussichten über die Täler belohnen.

Sagen und Legenden begleiten den Besucher an vielen Stellen im Spessart und Odenwald. Schneewittchen wird in vielen Quellen Lohr am Main zugeordnet, auch Frau Holle ist in der Region beheimatet. Zu den bekanntesten Märchen gehört das Wirtshaus am Spessart, dessen Vorlage wahrscheinlich das Gasthaus „Zur Post“ in Mespelbrunn-Hessenthal war. Noch heute finden in unregelmäßigen Abständen Aufführungen des Stückes auf der Freilichtbühne im nahe gelegenem Wasserschloss Mespelbrunn statt.  Wer es etwas gruseliger mag, dem sei der Band aus der Reihe des Geisterjäger John Sinclair empfohlen mit seiner Hommage an das Wirtshaus im Spessart in dem Band „Das Horror-Schloss“.