Die Mecklenburgische Seenplatte wurde in der letzten Eiszeit vor 15.000 bis 20.000 Jahren durch große Gletscher gebildet. Entgegen deutlich älteren Landschaftsformen in Deutschland ist in dieser recht "jungen Region" die Landschaft hügeliger und von unzähligen Flussläufen und Seen durchzogen. Das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte erstreckt sich vom Rande Lübecks über Schwerin, die Müritz bis nach Eberswalde. Naturräumlich ist das ein Landschaftsstreifen von über 200 Kilometer Länge und rund 30 Kilometer Breite.

Unabhängig von dieser erdgeschichtlichen Definition wird die Region Mecklenburgische Seenplatte heute anders touristisch vermarktet. So liegen manche Städte die mit dem Begriff werben gar nicht in diesem Landschaftsraum, andere, wie zum Beispiel Schwerin, sind eindeutig zugehörig, nutzen aber touristisch den Begriff nicht.

Über 1.000 Seen liegen in diese Region und macht sie zu einer einzigartigen Wasserlandschaft in Europa, die nicht nur Wassersportler, sondern genauso Radfahrer und Wanderer fasziniert. Von Kajak Touren und Segeltörns bis zum Urlaub auf Hausbooten bietet die Mecklenburgische Seenlandschaft alle Wassersportmöglichkeiten. Neben dem Element Wasser prägen vor allem die alten Gutshäuser und Schlösser die Region. Viele der Herrenhäuser werden heute als Hotel genutzt. Der Tourismusverband gibt ein kostenlose Ausflugskarte "100 Guts- und Herrenhäuser" heraus.

Der Müritz Nationalpark dient dem Schutz der typisch mecklenburgischen Wald- und Seenlandschaft. Mit seinen uralten Buchenwäldern und Moorlandschaften ist er heute ein wichtiges Brutgebiet von See- und Fischadlern. Neben dem  Nationalpark gibt es 5 weitere Naturparks in der Region. Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide im Norden des Plauer Sees ist geprägt von weiten Kiefernwälder, zahlreiche Seen, Moore, Dünen, und Feuchtwiesen. Eiszeitlich geprägt mit Tälern und Bachläufen ist der Naturpark Sternberger Seenland. Besonders sehenswert ist dort das Warnow-Mildenitz-Tal. Der Naturpark Flusslandschaft Peenetal folgt der Peene die zu den wenigen unverbauten Gewässern Deutschlands gehört. Als Ablauf des Kummerower Sees in der Nähe von Malchin fließt sie über Demmin und Anklam bis sie vor Usedom in die Ostsee mündet. Das Gebiet wird nicht zu unrecht als Amazonas des Nordens genannt. Der Naturpark Sternberger Seenland liegt nördlich der Nossentiner/Schwinzer Heide. Der Kummerower See und die umliegende Region wird durch den Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See geschützt.