Der Betteleichenweg

Rundwanderung durch den Nationalpark Hainich

Betteleichenweg

Der Betteleichenweg ist ein 12 Kilometer langer Rundwanderweg ab Kammerforst im nördlichen Teil des Nationalparks Hainich. Er verläuft teilweise durch die alten Buchenwälder des Hainichs zur 1.000 Jahre alten Betteleiche und führt dann auf recht unspektakuläre Wegen zurück nach Kammerforst.

 

Auf diesem Abschnitt treffen wir nur sehr vereinzelt auf andere Wanderer, kein Wunder, mit der nächsten Wegesbiegung ist man auch schon wieder alleine mit der Natur.

Viel zu schnell erreichen wir die Betteleiche. Die markante Stieleiche wird auf 600 bis 800 Jahre geschätzt und gilt als Wahrzeichen des Nationalparks. Ursprünglich soll wohl ein Bilderstock an der Eiche befestigt worden sein, der über die Jahre durch Fäulnis und Verwitterung den mannshohen Stammdurchgang verursacht hat. Man sollte dem seit 1936 unter Natur- und Denkmalschutz stehendem Baum mit etwas Respekt begegnen.

Ab der Betteleiche verläuft der Wanderweg über breite Schotterwaldwege. Nach kurzer Zeit führt links ein Stichpfad zum Ihlefelder Kreuz. Der Überlieferung nach wurde an dieser Stelle ein Jäger von einem Bären angegriffen. Das ist scheinbar nicht gut ausgegangen, seitdem erinnert das steinerne Kreuz an die Zeiten in den noch Bären im Hainich lebten.

Nur ein paar Schritte Weiter steht abseits etwas versteckt am Wegesrand die „Eiserne Hand“. Der Wegweiser in Form einer Hand auf der alten Handelsroute sollte den Reisenden den Weg zeigen, jeder Finger steht für ein anderes Ziel. Im 15 Jahrhundert erstmalig erwähnt steht das Original seit 1964 am Schloss Mühlverstedt, hier im Wald ist eine Kopie zu bestaunen.

Der Wald weicht langsam zurück und der Weg verläuft durch eine verbuschte Wiesenlandschaft. Verglichen mit dem ersten Teil ist es auf diesem Abschnitt fast etwas langweilig, aber der Weg zweigt bald ab zur alten Zollstation. Auf einem kleinem Pfad erreichen wir einen Picknickplatz, hier stand wohl in grauer Vorzeit eine Zollhäuschen.

Bald darauf führt der Betteleichenweg noch einmal in die alten Wälder bevor er am Wanderparkplatz „Am Zollgarten“ auskommt. Picknickbänke und Infotafafeln laden zu einer letzten Rast ein, selbst ein Toilettenhäuschen wurde hier gebaut.

Der Weg folgt nun der Kopfsteinpflaster Straße für gut einen Kilometer nach Kammerforst. Die Straße führt nur zum Wanderparkplatz und ist also nicht wirklich viel befahren, aber so ein richtig schöner Abschluss der Tour ist das auch nicht.

Am Landgasthof gönnen wir uns nach der Tour leckeren Thüringer Blechkuchen und ein, ja leider,  sauerländer Pils.

 

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