Reiseberichte • Dezember 2021

Winter Wochenende in der Eifel

Wandern am Weißen Stein und ein Spaziergang durch Prüm und Monschau

Wintercamping in der Eifel. In den Mittelgebirgen ist der erste Schnee gefallen und so beschließen wir für ein Wochenende zum „Weißen Stein“ zu fahren. Eine Wanderung  im ersten Schnee durch den Deutsch-Belgischem Naturpark und ein Besuch von Prüm ist unser Plan für das Wochenende.

Der „Weiße Stein“ ist eine Erhebung etwa 50 Kilometer südlich von Aachen direkt an der deutsch/belgischen Grenze. Unmittelbar daran grenzt ein Freizeitgelände mit einen Aussichtsturm, großen Spielplatz, Grillhütte Wanderparkplatz und Wohnmobilstellplatz. Irgendwo gibt es wohl auch einen Skilift. Das nächst gelegene Dorf ist Udenbreth, etwas weiter entfernt liegt Hellenthal und die Oleftalsperre.

Unsere letzte Tour durch Schleswig-Holstein liegt nun schon ein paar Wochen zurück und unser Elektrik Problem im Knaus Sky Ti haben wir immer noch nicht gelöst – doch zu mindestens habe ich ein Provisorium für die Heizung gefunden. Wen das interessiert, am Ende des Artikels gibt es dazu mehr Infos.

Am Weißen Stein

In der Abenddämmerung erreichen wir den Wohnmobilstellplatz am Weißen Stein. Erst auf den letzten Höhenmetern hat sich der Schnee durchgesetzt, hier oben auf 900 Metern ist der Winter eingekehrt. Der Stellplatz ist gut besucht, wir sind nicht die einzigen die im Schnee campen wollen. Etwas rutschig finden wir aber noch einen Platz und werden am Abend von den Betreibern mit einer Flasche Glühwein herzlich begrüßt.

Wandern durch den Deutsch-Belgischen Naturpark

Der Sonntag Morgen ist nebelig trüb und der Schnee beginnt zu tauen. Wir laufen ein Stück über die Kulturroute die vom Weißen Stein nach Billigen (B) führt. Auf dem Weg kommen wir auch am „Gipfel“ des Weißer Steins vorbei. Über einen kurzen Bohlenweg erreichen wir den Granitstein „Weißer Stein“ der in einem Quellgebiet liegt. Unser Weg führt uns weiter bis zu den ersten Wanderparkplätzen auf der belgischen Seite, dann laufen wir eine Schleife durch die verschneiten Wälder zur Holzwarche – ein kleiner Fluss der in den Stausee Büttgenbach fließt.

Viele der Seitenwege sind im Naturpark für Wanderer gesperrt  und so laufen wir auf der Kulturroute zurück zum Weißen Stein. 14 Kilometer lang war die schöne Tour. Teils recht anstrengend durch den Schnee zu laufen. Uns reicht es für Heute und wir verkriechen uns bei einem Glühwein in den Camper.

Am Abend stehen wir auf dem Stellplatz fast alleine, mit der einbrechenden Dunkelheit fahren auch die letzten Ausflügler. Stille legt sich über das Gelände, hier ist weit und breit nichts.

Prüm

Der nächste Morgen ist trüb. In der Nacht ist es wärmer geworden. Der Schnee ist zum größten Teil getaut, nur ein paar graue Reste zeugen von der winterlichen Pracht.

Vom Weißen Stein nach Prüm sind es etwa 25 Kilometer Fahrt durch eine herrliche Eifellandschaft.

Der Luftkurort Prüm wurde erstmal im Jahre 720 erwähnt. 752 wurde das Benediktiner Kloster gegründet. Dort entstand auch das „Prümer Urbar“, die bedeutendste Urkundensammlung aus der Karolingerzeit. In der Sammlung sind die Besitztümer der Abtei aufgelistet,  die bis nach Frankreich in die Bretagne reichen.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Abtei und Basilika stark zerstört und erst 1952 wieder aufgebaut. Im ehemaligen Klostergebäude ist heute ein Gymnasium, die prachtvolle Basilika wird als Pfarrkirche genutzt.

1949 wurde Prüm durch eine Explosion erneut schwer getroffen. 500 Tonnen Sprengstoff aus dem Krieg explodierten in einem Stollen auf dem Kalvarienberg. Der riesige Krater ist heute noch gut erkennbar, ein großes Gedenkkreuz erinnert an die Katastrophe (B265 Richtung Krankenhaus, an der Hauptstraße steht ein Hinweisschild am Abzweig zum Krater) .

Prüm erwartet uns mit einem feinen Nieselregen. Die Straßen sind vorweihnachtlich dekoriert, aber anstelle eines Weihnachtsmarktes steht dort nur die Hütte des Covid Schnelltestzentrum. Wir besuchen die Basilika und machen einen Rundgang um die eindrucksvolle Abtei die heute ein Gymnasium ist.  Der Rest des Ortes ist bei dem Wetter wenig einladend und so sind wir gegen Mittag am Ausgangspunkt zurück.

Monschau

Monschau ist sicherlich einer der Touristenmagneten in der Eifel. An Sonntagen meist hoffnungslos überlaufen, besonders in der Weihnachtszeit. Heute an einem Montag hält sich der Besucheransturm in Grenzen und wir schlendern entspannt durch die hübsche Fachwerkstadt an der Rur. Einen Weihnachtsmarkt gibt es Pandemie bedingt auch hier nicht, aber die kleinen Häuser sind festlich geschmückt. Cafés, Restaurants und Tourisitenläden wechseln isch in den schmalen Gassen ab.

Monschau ist unbedingt einen Besuch wert, verbunden mit einer Wanderung durch die umliegenden Höhenzüge ein empfehlenswerter Tagesausflug.

Zum Abschluss sitzen wir noch draußen vor einem Lokal und wärmen und mit einem Glühwein auf, dann ist unser Wochenende zu Ende und wir machen uns auf den Heimweg.

Tourfazit

Die Landschaft um den Weißen Stein ist wirklich schön und wir sind dort bestimmt nicht zum letzten mal gewesen.  Die Wanderwege auf der belgischen Seite bieten leider wenig geplante Rundwege, dort ist ein Streckennetz ähnlich der deutschen Fahrradwege installiert - man läuft von Knotenpunkt zu Knotenpunkt und muss sich seine Tour selbst ausarbeiten (https://www.ostbelgien.eu/de/wandern/wanderroutenplaner).

Auf deutscher Seite sind ganz in der Nähe die EifelSchleifen Udenbrether Höckerlinie und Eisvogelwanderweg. Direkt am  Weißen Stein beginnt die EifelSchleife „Zittergras und Orchideen“ - die bin ich selber noch nicht gelaufen.

Prüm ist ein ausgewiesenes Mittelzentrum in der Eifel. Die Abtei und Basilika sind sehenswert, bei schönem Wetter bietet sich ein Fußweg zum Explosionskrater über der Stadt an. Durch die Kriegszerstörungen gibt es keine historische Altstadt. Lohnenswert dann eher als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Schnee-Eifel.

Zu Monschau muss man eigentlich nicht viel schreiben. Bezauberndes kleines Fachwerkstädtchen im tiefen Tal der Rur - leider auch oft am Wochenende überlaufen.

Ausfall Bord Control Knaus Sky Ti

Wie eingangs besprochen und da ich darüber nichts im Internet finden konnte, hier wie eingangs besprochen ein paar Details.

Bei unserem Wohnmobil Knaus Sky Ti (Baujahr 2019) fällt immer wieder das Bord Control Panel aus. Die Bedienungseinheit zu Steuerung der Aufbauelektrik geht dabei einfach aus. Teilweise kann man das direkt wieder einschalten, manchmal dauert es ein paar Minuten. Der Fehler tritt an manchen Tagen nur einmal auf, and anderen startet das Panel in einer Dauerschleife immer wieder neu. Das ist bei der Innenraum Beleuchtung schon nervend, aber ein No-Go bei der Heizung. Schaltet sich das Panel ab, geht eben auch die Heizung aus.

Verbaut ist ein PC210-KN vom italienischen Hersteller CBE im Kaus Branding. Hier ist ist nur das Panel mit einem Kanus Logo versehen, sondern auf der Verteilerplatine sind Relais mit Aufklebern die auf eine spezielle Knaus Version hindeuten.

Wir haben die Elektrik während der letzten Tour von einem auf Wohnmobil Elektrik spezialisierten Bosch Händler testen lassen. Hier wurde ein Platinen Fehler am Bord Control diagnostiziert. Ich habe darauf hin das Panels ausgebaut, die Kabel sind ausreichend lang um die Einheit auf den Sitz oder in den nächsten Schrank zu verstauen. Irgendwie scheint der Fehler damit zusammen zu hängen, ist aber nicht wirklich reproduzierbar.

Damit die Truma nicht jedesmal ausfällt, was uns kalte Nächte beschert - habe ich die Truma im Verteiler vom Anschluss Heizung auf den Anschluss Trittstufe umgeklemmt. Auf dem Verteiler für die Trittstufe liegt (abgesichert) immer 12 Volt an, egal ob das Panel an oder aus ist. Das sind nur zwei 12 V Kabelstecker die im Verteilerkasten umgesteckt werden müssen. Damit bleibt die Heizung auch nachts an, selbst wenn das Panel sich mal wieder abschaltet.

Inzwischen liegt hier ein neues Bord Control PC210-KN (Preis 210 €, nur über Händler/Knaus beziehbar).   Erst auf den nächsten Touren wird sich herausstellen ob damit der Fehler behoben ist oder die ganze Verteilerplatine getauscht werden muss - ich werde den berichten. Bei Fragen dazu schickt mir einfach eine mail…