Dresden

Ein Altstadtspaziergang durch Dresden

Unsere Tour durch Dresden startet am Altmarkt. Auf dem riesigem Platz steht im Dezember Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt, heute sind hier kaum Menschen unterwegs. Einen Metallguss in den Pflastersteinen erinnert an die schwersten Stunden von Dresden. Bei den Luftangriffen im Jahr 1945 wurde ein Großteil der Stadt zerstört, fast 7.000 Leichen wurden in den Tagen danach auf dem Altmarkt verbrannt.

An der Nordseite des Altmarkts steht der riesige Kulturpalast. Über 100 Meter ist der Koloss aus Stahl und Glas breit. Im inneren ist die Stadtbibliothek und die Dresdner Philharmonie mit 1.800 Sitzplätzen untergebracht.  Die schweren Bronzetüren erzählen die Stadtgeschichte, um das große Mosaik „Der Weg der roten Fahne“ zu finden, müssen wir einmal den Kulti umrunden.

Über die Kreuzstraße laufen wir zur goldenen Rathauspforte und dort natürlich auch zum Bacchus vor dem Ratskeller. Auch wir berühren den linken Zeh der Statue, das soll soll Glück bringen.

Vorbei am Polizeipräsidium und Albertinum erreichen wir den Brühlschem Garten und die Terrasse. Unser Hund freut sich über etwas Wiese und wir machen Pause auf den Bänken mit Blick auf die Neustadt.

Vorbei an der Festung Dresden und der Kunstakademie stehen wir etwas später wieder vor der Frauenkirche. Die Warteschlange am Eingang ist überschaubar und während der eine von uns mit Hund draußen wartet und den Touristen in den Kutschen zuschaut,  ist der andere in der Kirche. Leider ist das fotografieren im Innenraum verboten auch wenn sich die wenigsten daran halten.
Die Warteschlange zum Aufstieg in die Kuppel ist deutlich länger un wir beschließen weiter zu laufen.

Der Fürstenzug mit seinen rund 25 Tausend Meißener Porzellanfliesen hatten wir heute morgen schon bestaunt, wir biegen links in den Stallhof ab. Der schöne Innenhof ist kaum besucht und gilt als ältester Turnierplatz der Welt.

Am Residenzschloss wird gebaut und vor der Semperoper erwartet uns eine Bretterwand. Der Zwinger ist dagegen fast frei von Baugerüsten. Wahrscheinlich braucht man mehrere Tage um Deutschlands schönster Barockanlage mit den Museen und Sammlungen komplett gesehen zu haben. Aber auch ohne ein Besuch der Museen ist  der Zwingers unglaublich eindrucksvoll. Warum man mitten auf dem Zwingerhof ein Ausstellungszelt aufgebaut hat bleibt uns ein Rätsel, damit werden die schönen Sichtachsen ziemlich verschandelt.

Über die historische Augustusbrücke laufen wir wieder zur Neustadt. Die Brücke wurde vom Hochwasser im Jahre 2013 stark beschädigt und ist derzeit eine einzige Baustelle. Direkt unterhalb der Brücke ist ein gemütlicher Biergarten. Am Nachmittag ist hier nichts los, nur eine Gruppe Radfahrer macht Pause. Wir holen uns ein Bier und etwas zu Essen und beenden mit Blick auf die Elbe und Dresden unsere Stadttour für heute.

Für uns endet damit die Tour durch Dresden. Wir haben genug Stadt gesehen und wollen raus in die Natur.  Bis nach Bad Schandau sind es nur 40 Kilometer, am Nachmittag sitzen wir schon vor dem Camper im schönem Kirnitzschtal.

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