Wäller Tour Bärenkopp

12 Kilometer langer Rundweg im Wiedtal

Wäller Tour Bärenkopp

Die Wäller Tour Bärenkopp führt als Rundwanderweg 12 Kilometer durch den Naturpark Rhein-Westerwald. Ein Teil der Strecke verläuft an den Höhenzügen des Wiedtals bevor der Weg durch ein Seitental zum Bärenkopp aufsteigt. Zumeist geht es über schmale Waldwege mit teils kräftigen Aufsteigen, aber auch breitere Wiesenwege sind auf der Runde zu laufen. Der Weg verläuft in weiten Strecken durch den dichten Mischwald, nur der mittlere Abschnitt bei Wüscheid führt durch offenes Gelände.

Ausgangspunkt der Tour ist Waldbreitbach an der Wied. Parkmöglichkeiten im Ortszentrum (großer Parkplatz) oder etwas ausserhalb an den Sportstätten.

Nach einer ganzen Weile führt der Weg wieder in das Tal und wir kreuzen Wied und Landstraße an einem Campingplatz. Gut 100 Meter müssen wir an der Landstraße vorbei, dann hat uns der Wald auf der anderen Straßenseite wieder. Es geht nun stetig bergauf, nicht wirklich anstrengend aber der Großteil der Höhenmeter sind auf diesem Abschnitt zu bewältigen. Links am Wegesrand liegt ein alter Jüdischer Friedhof und bald darauf zweigt der Wanderweg in ein Seitental ab.

Damit lassen wir auch die Zivilisation ein Stück hinter uns, den Verkehrslärm der gut befahrenen Straße durch das Wiedtal an diesem Sonntag dringt nicht bis hier vor.

Doch leider zu früh gefreut - ein auf Hochglanz polierter SUV kommt uns auf dem Wanderweg entgegen - der Fahrer das Handy in der Hand, der Beifahrer klammert sich an einer Dose Bier. Als Entschuldigung kommt aus der lässig herunter gefahrenen Fahrerscheibe das sein Navi ihn versehentlich auf diesen Weg geführt hat. Mein Kommentar war nur, das man eigentlich erkennen müsste das dies ein Fußweg durch den Naturpark ist. Es folgte dann noch zögerlich die Frage, wie weit den dieser Weg noch bis zur nächsten Straße ist. Ich antwortete nur mürrisch das die Stecke noch mindesten 2 Kilometer lang ist und die Holzbrücke weiter unten definitiv keine 2 Tonnen standhalten wird ….

Etwas kleinlaut hat er dann den Rückwärtsgang eingelegt und ist im sicherer Abstand zu uns rund einen Kilometer rückwärts den Berg wieder hoch gefahren. Keine Ahnung ob es weiter unten eine Holzbrücke gibt, die 2 Kilometer waren da auch eine etwas großzügige Schätzung, aber echt, was soll das?

Etwas weiter oben gabelt sich der Weg zum Bärenkopp. Es gibt einen etwas anspruchsvollen Weg oder die gemütlichere (längere) Runde. Wir wählen den kürzere Weg, allein schon deshalb weil wir den SUV an unseren Fersen loshaben wollten. Es gab dann noch ein Abschiedsfoto vom Auto im Wald, das hat denen wahrscheinlich die Sonntags-Spritztour komplett ruiniert, egal, nicht mein Problem…

Der Bärenkopp ist ein Felsvorsprung oberhalb der Wied - Gipfelkreuz, Picknickbank und Ausblick über das Tal, die Überbleibsel der letzten Wanderer im Gebüsch inklusive.  Auch wenn wir bisher kaum jemand getroffen haben, die abgewetzten Baumwurzeln und ausgetretenen Stufen auf dem letzten Abschnitt waren deutliche Zeichen das der Rundweg recht beliebt ist. Warum man dann hier oben seinen Müll verteilt wird mir wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben.

Der Weg führt vom Bärenkopp noch ein kleines Stück aufwärts durch den Wald, dann erreichen wir das Dorf Hochscheid. Die Tour verläuft erst ein Stück neben der kleinen Landstraße, danach über Wiesen und Felder Richtung Waldbreitbach.

 Wir erreichen das Kloster Marienhaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. In normalen Zeiten hat das Café und der Klosterladen geöffnet, durch Corona ist am Kloster alles geschlossen. Über den Kreuzweg geht es nun steil abwärts und wir erreichen nach ein paar Serpentinen die Hauptstraße in Waldbreitbach.

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